Kategorie: Blog

Die Rückkehr von Brecht – oder bloß ein weiteres Jubiläum?


von Eva Brenner 

Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral. (Die Dreigoschenoper)

Das Jahr 2026 steht im Zeichen des 70. Todestags von Bertolt Brecht. Wichtige Events im Jubiläumsjahr umfassen u.a. das Brechtfestival Augsburg, die Brecht-Tage Berlin und internationale Reihen wie Zeit für Brecht! in Ljubljana. Neben den Brecht-Klassikern prägen neue Interpretationen und ein breites Kulturprogramm das Gedenken, auch in Österreich gibt es nach Jahren der Brecht-Abstinenz – mit Ausnahme der »Dreigroschenoper«, die immer zieht – einen bunten Reigen neuer Aufführungen, u.a. »Im Dickicht der Städte« (Scala Wien), »Herr Puntila und sein Knecht Matti« (Burgtheater), »Der kaukasische Kreidekreis« (Landestheater Linz). Am Landestheater Niederösterreich war kürzlich das Berliner Ensemble zu Gast (die Volksstimme berichtete) und zum Beginn der neuen künstlerischen Leitung werden dort ab Herbst 2026 elf Regisseur*innen Brechts Stück »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« auf die Bühne bringen. Zugleich plant das freie Theater Sprung.wien (Projekt Theater) eine Produktion des selten aufgeführten Stückes »Turandot oder der Kongress der Weißwäscher«, eine aktuelle satirische Anklage gegen die universelle Korrumpierbarkeit von Intellektuellen („Tuis“) vis-á-vis der Macht. Ergänzend präsentieren Kultursender wie Ö1 oder 3sat Hörspiele und Dokumentationen. 

Die Schriftsteller können nicht so schnell schreiben, wie die Regierungen Kriege machen; denn das Schreiben verlangt Denkarbeit.

Das Monument Brecht
70 Jahre nach seinem Tod ist Brechts Einfluss auf das zeitgenössische Theater ungebrochen, auch wenn es in den letzten Jahrzehnten ruhiger um ihn geworden war. Seine marxistisch grundierte Theorie und Praxis des Epischen (dialektischen) Theaters, das auf historische Distanzierung, Vernunft und Aufklärung anstatt auf Emotion und Psychologie abzielt, lineare Handlungsstränge auflöst und den Verfremdungseffekt einführt waren aus der Mode gekommen. Nach 1945 hatte man Brechts Theater im antikommunistisch geprägten Westen aus dem Kanon verdrängt, in Österreich mit einem informellen Boykott belegt (1953-1963), in den 60er und 70er Jahren erlebte es eine Renaissance im Zuge neuer politischer Bewegungen. Nach Jahren werden nun zum 70. Todestag Versuche einer Wiederannäherung unternommen, die an sa Monument Brecht erinnern, aber kaum eine neue Tradition begründen können. Zu sehr ist im Zeitalter der Postmoderne das Politische im Theater in Verruf gekommen; daher fehlen Kontext, Publikum und an epische Spielweisen gewöhnte Schauspieler*innen. Brechts engagierte Theaterpraxis wieder aufzubauen, würde den kulturpolitischen Willen und maßgebliche Anstrengungen erfordern.

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren


Revolutionär des Theaters
Bertolt Brecht (1989-1956) war Dramatiker, Theaterregisseur, Dichter, Theaterleiter und unerschöpfliche Quelle der Inspiration für Künstler*innen seiner und ihm nachfolgende Theatergenerationen.Nach ersten Theatererfolgen in München zog es ihn nach Berlin, wo er u.a. das Russische Resolutions-Theater, fernöstliche, anti-realistische Theaterformen und marxistische Theorie studierte. Schon Brechts Erstlingswerk »Trommeln in der Nacht« (1922) erhielt den Kleist-Preis, den Durchbruch brachte »Die Dreigroschenoper« (1928) mit Musik von Kurt Weill – Lieder wie »Mackie Messer« sind zu Ohrwürmern geworden.

Als parteiloser Kommunist von den Nationalsozialisten verfolgt, verließ Brecht 1933 Deutschland, flüchtete über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark, später nach Schweden und Finnland und 1941 über Moskau weiter in die USA. In Los Angeles und New York traf er auf einen aktiven Kreis deutscher Emigrierter, im Exil entstanden wichtige Dramen und Beiträge für Zeitschriften. In Kalifornien zwar sesshaft geworden, konnte er in Hollywood keinen Anschluss finden und kehrte nach Verhören vor dem Ausschuss für unamerikanische Tätigkeit 1947 nach Europa zurück. Versuche, in Österreich Fuß zu fassen, scheiterten und als ihm in der neu entstandenen DDR ein eigenes Theater angeboten wurde, ging er 1948 nach Ostberlin, wo er gemeinsam mit seiner Frau Helene Weigel das weltberühmte Berliner Ensemble gründete. Er verstarb dort 1956 an Herzversagen und wurde am Dorotheenstädtischen Friedhof begraben – unweit von Fichte und Hegel.

1949 hatte sich Brecht, der 1935 staatenlos ei geworden war, an den Komponisten Gottfried von Einen in seiner Funktion als Direktoriumsmitglied der Salzburger Festspiele gewandt und unter Hinweis auf die ursprüngliche Staatsangehörigkeit seiner Ehefrau die österreichische Staatsbürgerschaft beantragt. Auf Fürsprache Einems und zahlreicher österreichischer Kulturschaffender verlieh die Salzburger Landesregierung Brecht und Weigel 1950 die Staatsbürgerschaft, was jedoch bald auf breite Kritik stieß, u.a. verlor von Einem als Urheber der Einbürgerung seinen Posten.

Brecht in der DDR
In der DDR wurde Brecht als bürgerlicher Intellektueller, der zum Kommunismus gefunden hatte, bald kanonisiert, ordnete sich jedoch nicht den offiziellen Kunst- und Kultur-Leitlinien der SED unter. Er genoss eine Sonderrolle im DDR-Kunstbetrieb, der jedoch eine klare Abgrenzung vom »westlich-dekadenten Kunstbetrieb« einforderte. 1951 erhielt er den Nationalpreis der DDR, 1954 wurde er mit dem Internationalen Stalin-Friedenspreis ausgezeichnet, ein Jahr darauf stellte er sich an die Spitze des Protests gegen die Aufnahme der Bundesrepublik Deutschland in die NATO. Anlässlich der Proteste des 17. Juni 1953 in Berlin drückte Brecht in einem knapp gehaltenen Brief an den DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht seine »Verbundenheit mit der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands« aus, formulierte jedoch gleichzeitig die Erwartung einer »Aussprache mit den Massen über das Tempo des sozialistischen Aufbaus«. Die Regierung veröffentlichte aber ausschließlich seine Verbundenheit zur Partei, was Brecht vor allem im Westen diskreditierte. Schlagartig setzten westdeutsche Bühnen seine Stücke von den Spielplänen ab, in Österreich dauerte der Boykott ganze zehn Jahre. 

Trotz des bis heute andauernden Nachwirkens dieser Ausgrenzungen zählen Brechts Werke nicht zuletzt ob ihrer historischer Themenwahl, sprachlichen und formalen Qualitäten und den eingängigen Songs zum Standard-Repertoire der Spielpläne, auch wenn die klassischen Werke (»Die Dreigroschenoper«, »Mutter Courage und ihre Kinder«, »Der gute Mensch von Sezuan«) bevorzugt werden. Brecht ist und bleibt der wichtigste deutschsprachiger Dramatiker des 20. Jahrhunderts, der Initiator neuer Dramenformen, Spielweisen und des Theaters als Forum kultureller Experimente und künstlerischer Selbstbehauptung jenseits gewohnter Klassengrenzen. 

Was ist Episches Theater?
Der Begriff, von Brecht und dem politischen Theaterregisseur Erwin Piscator in den 20er Jahren geprägt, versteht sich unter Einfluss des Marxismus als Bezeichnung eines dialektisch-materialistischen (proletarischen) Theaters, das ein Gegenstück zum dramatischen, d.h. aristotelischen Theater der bürgerlichen Epoche darstellt. Das aristotelische Dramenkonzept, seit der Antike neben anti-realistischen Volkstheaterformen der Unterhaltung oberer Klassen vorbehalten, setzt ein harmonisches, abgeschlossenes Bild der Welt mit tragischen Helden voraus. Dagegen schafft im Epischen Theater der V-Effekt – epische Einschübe durch Erzählfiguren, Kommentaren, Lieder– didaktische Unterbrechungen, die zum Denken und Handeln anregen. Dazu zählen des Weiteren direkte Ansprachen an das Publikum, Plakate mit politischen Aufrufen, Lieder, Tänze oder Filmeinspielungen, die deutlich machen, dass es sich um gestellte, meist historisch entrückte Szenen handelt. Zugleich entwarf Brecht eine neue, dem Individualismus entgegengesetzte Schauspieltechnik, die auf den sog. »Gestus« beruht, der das Dargestellte reflektieren helfen, die Identifikation des Zuschauers mit dem Geschehen auf der Bühne verhindern soll. Bühnenbild und Technik werden offen zur Schau gestellt, Umbauten sichtbar gemacht. Dabei geht es stets um die kritische Distanz des Zuschauers als »Co-Produzent« und potentiell politischer Akteur. 

Inhaltlich führt dieses Vorgehen zum radikalen Bruch mit dem klassischen Theater und seinen falschen Illusionen, wo vom Zuschauer in lehrhafter Weise Einfühlung mit dem Schicksal großer Einzelner verlangt wird. Brechts Theater privilegiert Kollektive, die Geschichte machen und fordert vom Zuschauer vernünftige Auseinandersetzungen mit aktuellen Themen. Die Welt des Epischen Theaters ist brüchig, das Drama bleibt offen, weist über das Bühnengeschehen hinaus. Die Schauspieler*innen zeigen, dass sie eine Rolle spielen und diese selbst reflektieren. Anstatt einer Darstellung psychologisierter Zustände dient das Epischer Theater der Kenntlichmachung gesellschaftlicher Zusammenhänge: Klassenbehältnisse, Ausbeutung, Ungleichheit und Entfremdung.  Zugleich soll es unterhaltsam, vergnüglich, poetisch sein, Emotionen zulassen, die aber nicht mehr im Vordergrund stehen. Kurzum: Brecht behandelt seine Zuschauer*innen als kritische Mitbürger*innen, die fähig sind, ihr gesellschaftliches Sein zu verändern, das Marx zufolge das Bewusstsein bestimmt.

Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt.

Mein Brecht – ein Streifzug

Wie für viele Theaterschaffende meiner Generation hat alles mit Brecht begonnen. Kennengelernt habe ich seine Stücke in der Schul- und Studienzeit, zuerst natürlich die Klassiker und Gedichte wie »An die Nachgeborenen«. Aus einer bürgerlichen Familie stammend waren mir weder der Marxismus ein Begriff noch hatte ich Zugang zur Geschichte der Arbeiterbewegung oder wusste, das proletarische Solidarität bedeutet. Dennoch resonierte der Tenor seines Werkes, hatte das Wort »Sozialismus« eine besondere Anziehung. Zweifellos war das Episches Theater der Beginn meiner politischen Theaterarbeit, die Initiation in Begriffe des Marxismus und der Anfang von künstlerischen Kooperationen, die sich erhalten haben – eine Reise, die nach 50 Jahren nicht abgeschlossen ist.

Am Dramatischen Zentrum (DZ)
Über Freunde an der Universität und der Akademie für bildende Künste Wien fand ich den Weg zum Dramatischen Zentrum, das in den 70er Jahren der einzige Ort war, wo neue politische und experimentelle Theaterformen vorgestellt, diskutiert und in Workshops praktiziert wurden. Am DZ war ich als junge Bühnenbildnerin an einer Studio-Inszenierung des Brecht-Stücks »Die Gewehre der Frau Carrar«, an Workshops mit dem New Yorker Living Thater und dem Polish Theatre Lab aus Wroclaw beteiligt und reiste mit einer Gruppe zum Berliner Ensemble nach Ostberlin, wo wir u.a. Brechts Stück »Coriolan« mit seinem Sohn Ekkehard Schall in der Hauptrolle sahen; unvergessen sind mir Gespräche mit den Schauspielern in der BE-Kantine sowie ein Empfang der DZ-Delegation im Haus der Gesellschaft für deutsch-sowjetische Freundschaft.

Der Brecht-Boykott hat in Österreich ganze Arbeit geleistet! Es wiegt schwer, dass damals das Brecht-Theaters am Institut für Theaterwissenschaft (einige Professor*innen waren Ex-Nazis) fast völlig fehlte und; auch auf der Akademie keine Rolle spielte. Es steht zu behaupten, dass ohne die Impulse des DZ nicht die Hälfte der späteren freien Szene entstanden wäre – eine Szene, von der heute nur mehr Rudimente existieren, zu viel ist an Ressourcen, Infrastruktur und dramaturgischer Tiefenarbeit seit der neoliberalen Wende der 80er/90er Jahren zerstört worden. Manche Mitglieder des DZ sind gestorben, ins Ausland gegangen oder arbeiten abseits des medialen Mainstreams im Stillen weiter, ohne dass eine jüngere Generation das Erbe angetreten hätte. 

Zweite Begegnung
Ab 1977 war ich an den Städtischen Bühnen Frankfurt engagiert und als junge Bühnenbildassistentin an der Produktion von Brechts »Die Tage der Commune« unter der Regie des Co-Intendanten und früheren Brecht-Mitarbeiters Peter Palitzsch beteiligt. Palitzsch unternahm das Experiment, das Ensemble über die Inszenierung mitentscheiden zu lassen – im Nachvollzug von Brechts Anspruch auf radikale Kollektivität auf dem Theater. Hervorzuheben ist, dass am Schauspiel Frankfurt als einem der wenigen deutschen Stadttheater ein Mitbestimmungsmodell umgesetzt wurde, bei dem das Ensemble mit gleichwertiger Stimme im Direktorium vertreten war. Es währte nicht lange, nachdem sich die SPD-Kulturpolitik 1980 drehte und Palitzsch mit vielen anderen das Theater verließ, ging ich nach New York, um erneut zu studieren.

In New York
An der New York University stand die Beschäftigung mit der internationalen Theateravantgarde im Zentrum, aber es gab auch Carl Weber, einst Dramaturg bei Brecht und nun Lehrer und Übersetzer in den USA. Unter seiner Ägide inszenierte ich eine Szene aus Brechts Stück »Die Mutter«, später wurde Weber ein Begutachter meiner Dissertation über Heiner Müller (1929-1995), der als einflussreichster Brecht-Nachfolger der ehemaligen DDR gilt. Zu dieser Zeit hatte ich in der politischen Rainbow Bewegung New Alliance angeheuert und wurde Mitgründerin des politischen Castillo Theatre, das nach dem Dichter und Revolutionär aus Guatemala, Otto Rene Castillo, benannt war. Wir bauten ein interkulturelles Ensemble auf und unternahmen u.a. Reisen nach Nikaragua und Kuba.

Die Arbeit an meiner Dissertation über Heiner Müllers Stück »Hamletmaschine« führte mich mehrfach nach Ostberlin. Müller kannte ich aus Frankfurt, dort hatte u.a. an der Uraufführung seines Stückes »Leben Gundlings Friedrich von Preußen Lessings Schlaf Traum Schrei« im Jahr 1979 mitgewirkt. Im Jahr 1989 inszenierte ich am Castillo Theatre gemeinsam mit dem Schweizer Regisseur Stefan Müller Heiner Müllers Stück »Der Auftrag« über den Export der französischen Revolution in die Karibik. Heiner Müller besuchte das New Yorker Theater im selben Sommer – eine Wiederbegegnung. Es war der historische Herbst, in dem die Demonstrationen gegen die SED und DDR-Spitzen in Leipzig begannen, der Rest ist Geschichte. Nach dem Bruch mit der politischen Bewegung und Abschluss meines Doktorats kehrte ich nach Europa zurück. Ironischerweise hatte der Leiter der politischen Bewegung in New York, der Philosoph Fred Newman (1935-2011), just nach meinem Ausscheiden mit seinem Reigen von Heiner Müller-Inszenierungen am Castillo Theatre begonnen. 

Als Heiner Müller 1995 seiner Krebserkrankung erlag, bedeutete das einen enormen Verlust für uns alle in der linkpolitischen Theater-Community. Ich empfand es als verspäteten Ausdruck der »Wende« – das Ende einer Ära, nach der nichts mehr war wie vorher. Wir fragten uns: Wie kann nach dem Zusammenbruch des Ostblocks und der sozialistischen Utopie, auch wenn sie unvollkommen gewesen sein mag, weiter politisch am Theater gearbeitet werden? Was würde aus der stolzen Tradition, die von Brecht bis zu Müller und darüber hinaus reichte? … Viele Künstler*innen, Gruppen und Initiativen haben diese Zäsur nicht überlebt, Heiner Müller gehört bedauerlicherweise dazu.

Für die, deren Zeit gekommen ist, ist es nie zu spät! 

Brecht für ein rotes 21. Jahrhundert?
Manche sagen, das Brecht-Theater lebt. Ich sage, Brecht ist zum Monument erstarrt. Was aus Brecht, Müller und der Erbschaft des dialektischen Theaters werden wird, ist unklar. Die Anzahl von Brecht-Produktionen hat über die Jahrzehnte stetig abgenommen, das Theater von Heiner Müller ist nahezu vergessen. Was bedeutet Brecht heute jenseits von Jubiläen und nostalgischen Rückblicke? Sind die anwachsenden neuen politischen Bewegungen, ist der Aufschwung linker Parteien europaweit und die triumphalen Wahlkampagnen der Socialists of America (DSA) Anlass genug, auf dem kulturellen Feld Kursveränderungen einzuleiten, die u.a. dem Brecht-Theater neue Dynamik geben könnten? Bieten diese Bewegungen – primär von jungen Menschen getragen – einen neuen Kontext für politische Kunst, liegt es an der Rückkehr der sozialen Frage auf die Tagesordnung oppositioneller Gruppen und Parteien, die nach anderen Themen auf dem Thater schreien und Theaterzuschauer*innen sich von sinnentleerten postdramatischen Produktionen ab- und wieder realen Geschichten zuwenden? Es ist zu hoffen, dass die manifesten Verschiebungen im politischen Diskurs neue Horizonte auch für das Epische Theater eröffnen. Wie steht es nach Brechts Wunsch auf seinem Grabstein geschrieben? … »Er hat Vorschläge gemacht. Wir Haben sie angenommen.«

8. Parteitag der Europäischen Linken

„Eine Zukunft zu gewinnen“

von Nora Dornis und Daniel Schukovits

Unter diesem Motto fand am 17. und 18. April in Brüssel der 8. Parteitag der Europäischen Linken (EL) statt.

Von Nora Dornis und Daniel Schukovits

Die Delegierten der 43 Mitglieds-, Beobachter- und Partnerparteien legten auf dem Kongress die Weichen, um das Parteienbündnis aus seiner bisher schwersten Krise zu führen. Dabei wurden verschiedene Gäste willkommen geheißen, wie die Co-Vorsitzenden des Europäischen Linken Jugendnetzwerks (ELYN), die Leitung von Transform! Europe (der politischen Stiftung der EL), der Vorsitzende der linken Fraktion im EU-Parlament (»The Left«) sowie viele spannende Redner*innen. Darunter waren etwa Gesandte der Kommunistischen Parteien Chinas, Kubas und Japans, der Democratic Socialists of America, des Trade Union Networks TUNE, der kongolesischen Partei Front Démocratique Africain (FDA) und der brasilianischen Arbeiterpartei. 

Die Europäische Linke

Die EL ist eine europäische politische Partei, eine Rechtsform auf europäischer Ebene, deren Mitgliedschaft größtenteils aus nationalen bzw. regionalen politischen Parteien aus Ländern in Europa besteht. Auch einige Parteien, die aus Nicht-EU-Staaten stammen, sind Mitglieder der EL, wie beispielsweise die türkische Sol-Partei, die belarussische »Gerechte Welt« und die Partei der Arbeit der Schweiz. Auch individuelle Personen können Mitglieder bei der EL werden, haben jedoch andere Rechte und Pflichten als die Mitgliedsparteien. Neben dem Status als Mitglied können Parteien auch als Beobachterin oder Partnerin an der Arbeit der EL teilhaben. So ist zum Beispiel die Wiener Partei LINKS auch als Partnerin akkreditiert.

Die Finanzierung von europäischen Parteien ist einerseits abhängig von den Mitgliedsparteien mit parlamentarischer Verankerung – hier gilt es, eine Mindestanzahl zu erfüllen -, andererseits von der Anzahl der Abgeordneten des Europäischen Parlamentes, die sich ihr zugehörig erklären. Dabei ist weder die Fraktion der Abgeordneten noch die Mitgliedschaft der nationalen Partei der Abgeordneten ausschlaggebend, sondern Abgeordnete entscheiden selbstständig, bei wem sie »unterschreiben«.

Weil sich im letzten Jahr eine konkurrierende linke europäische Partei gegründet hat, die Allianz der Europäischen Linken (European Left Alliance, ELA), hat die EL einige Mitgliedsparteien verloren, und auch Unterschriften und damit letztlich Geldmittel. Der Parteitag stand also auch im Zeichen der anstehenden Einsparungen, die derzeit bestehende Anstellungsverhältnisse, die Arbeit im Netzwerk sowie die politischen Projekte der Partei betreffen werden. Durch diese veränderte Situation stand der Parteitag auch unter dem Zeichen einer umfassenden Erneuerung der Partei.

Die Gründung der ELA

Notwendig wurde die Erneuerung der seit dem Jahr 2004 bestehenden EL insbesondere durch ein Konkurrenzprojekt, dessen Entstehung einerseits Ergebnis unterschiedlicher Positionen zur EU-Militarisierung in Folge des Ukraine-Krieges, andererseits Resultat der Auseinandersetzungen verschiedener linker Parteien auf nationaler Ebene ist. Die ELA umfasst etwa mehrere nordische Linksparteien, die polnische Linkspartei Razem, das »Ungehorsame Frankreich« (La France Insoumise; LFI), Podemos (Spanien), sowie den portugiesischen Linksblock und die Rot-Grüne Allianz Dänemarks. Die beiden letztgenannten Parteien waren bis zu ihrem Übertritt ein – in Hinblick auf ihr rechtliches Fortbestehen – wichtiger Teil der EL. Die Spaltung des linken Lagers auf europäischer Ebene hat ambivalente Folgen: Seit nunmehr zwei Jahren konkurrieren zwei Projekte um dieselben Ressourcen – es stellt sich also jedenfalls keine Verdoppelung der Mittel für die Linke ein. Auf der anderen Seite führte die nunmehr konsistentere Positionierung der EL in Friedensfragen auch zu einer Attraktivierung des Projekts: Mehrere politische Parteien haben sich seit der Spaltung der EL angeschlossen, darunter sind etwa die Neue Linke Griechenlands, die »Future Left« (Schweden) und besonders die belgische Partei der Arbeit (PTB/PDVA).

Aktuell zeigt sich auch der Unterschied in der politischen Praxis: Während die ELA als Top-Down-Projekt der Parteivorstände gegründet wurde, hat es sich die EL als Ziel gesetzt, eine nützliche, handlungsfähige und aktivistische politische Kraft in Europa zu werden – auch in der Etablierung solidarischer Projekte und in der Organisation grenzüberschreitender Demonstrationen.

Die EL und die EU

Die Europäische Linke nimmt, wie die meisten ihrer Mitgliedsparteien, eine sehr EU-kritische Position ein. Das zeigt sich beispielsweise an konkreten Projekten wie der derzeitigen »ReArm Europe« EU-Militarisierungs-Initiative, die von den EL-Mitgliedsparteien strikt abgelehnt wird, und deren Ablehnung sich die EL am Kongress als politische Priorität für die nächsten Jahre gesetzt hat (s. unten). Es zeigt sich aber auch an der Grundhaltung der EL gegenüber der Europäischen Union: So wird die EU im neu verabschiedeten Leitantrag, der die politischen Forderungen der EL zusammenfasst, als imperialistischer Block bezeichnet, der von den geopolitischen und ökonomischen Interessen der innerhalb der EU dominanten kapitalistischen Mächte geleitet wird.

Zu den Mitgliedern des EU-Parlamentes besteht Kontakt über die Mitgliedsparteien, über einzelne Arbeitsgruppen der EL, und einzelne Abgeordnete – so ist beispielsweise Martin Günther, EU-Abgeordneter von ‘Die Linke’ aus Deutschland, auch im Executive Board, dem Vorstand der EL, vertreten. Eines der erklärten Ziele, die am Kongress für die kommende Periode vereinbart wurden, ist die Intensivierung der Beziehung zur linken Fraktion im EU-Parlament (‘The Left’).

Insgesamt ist die EL eine internationalistische Partei: Sie glaubt an die Zusammenarbeit von europäischen linken Parteien und Bewegungen, um die Kampfbedingungen der internationalen Arbeiter:innenklasse zu verbessern und sie zu organisieren, sowie an gelebte internationale Solidarität mit Schwellen- und Entwicklungsländern und mit allen Menschen, die unter Krieg, Unterdrückung und Ausbeutung leiden.

Gemeinsam ins Tun kommen

Wie eine solche Zusammenarbeit am besten aussieht, wird aktuell innerhalb der EL diskutiert, und verschiedene Formen werden ausprobiert. Wichtig ist allen dabei, tatsächlich gemeinsam etwas zu tun und zu verändern, anstatt sich mit der Erklärung phantastischer politischer Ziele zufrieden zu geben. Beim Kongress, und im sogenannten Erneuerungs-Dokument wurden vier Aktionsformen hervorgehoben:

Die EL als Netzwerk, das Austausch zwischen den Mitgliedsparteien, befreundeten Parteien und zivilgesellschaftlichen Organisationen organisiert, und dabei Erfahrungsaustausch zu beispielsweise solidarischen Projekten, Kampagnen und zwischen Mandatsträger*innen auf verschiedenen Ebenen ermöglicht. Eine Form, in der diese Netzwerkarbeit bis jetzt funktioniert hat, sind Arbeitsgruppen, die sich mit spezifischen Themen, wie beispielsweise dem Wohnen, beschäftigen.

Die EL als Bildungsinstitution. Ein Schwerpunkt der EL-Arbeit ist seit langem die Weiterbildung, insbesondere von jungen Genoss*innen, zum Beispiel bei der jährlich stattfindenden Sommeruni. Diese Aktivitäten sollen weitergeführt und verbessert werden.

Die EL als politische Kraft, die durch die Mitgliedsparteien und die Verbindungen zur EU-Parlaments-Fraktion parlamentarisch realpolitisch einwirken kann.

Und schließlich, die EL als Kommunikatorin, die über Online-Informationsformate und Social Media ihre Inhalte unter die breite Masse von Menschen bringt.

Von diesem Aktionsprogramm sollen die Aktivitäten der Partei in den nächsten Jahren geleitet werden, um gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben.

Wohnen statt Kanonen: Gemeinsam gegen Militarisierung und Austerität

Das erste große gemeinsame Projekt für die kommende Zeit wurde mit einem Zusatzantrag festgelegt: Eine groß angelegte Kampagne gegen Militarisierung und Austerität. Nachdem beide Themen miteinander in realer Beziehung stehen, sollen sie auch in der politischen Praxis miteinander in Verbindung gebracht werden: Warum müssen alle Staaten bei den Sozialausgaben sparen, dürfen aber in Aufrüstung investieren und dafür Schulden aufnehmen? Gegen Militarisierung und Austerität kämpfen aktuell alle Mitgliedsparteien. In vielen Ländern wird auch diskutiert, ob der Wehrdienst entweder (wieder) eingeführt werden soll, oder bestehende Modelle des Zwangsdienstes ausgebaut werden sollen. An dieser Stelle unter dem Banner von “Stop ReArm Europe” zusammenzuarbeiten und Aktivitäten zu koordinieren, ist erklärtes Ziel der EL. Der erste Fixpunkt: Am 14.06. findet in Brüssel eine Großdemo statt, die von der belgischen PVDA-PTB organisiert wird. Darüber hinaus wird es im Jahr 2027 ein europäisches Friedensforum geben, und Frieden und Anti-Austerität sollen als thematische Schwerpunkte für die Sommeruniversität in Belgien sowie für das Europäische Forum aufgenommen werden, das Ende des Jahres in Berlin stattfindet.

Die Grenzen sprengen

Das Programm, das sich die EL gegeben hat, geht in vielerlei Hinsicht an die Grenzen dessen, was innerhalb des, von neoliberaler Ideologie geprägten, politischen Felds der Europäischen Union möglich ist. Bereits die Zusammensetzung der EL mit ihren 43 assoziierten Organisationen gilt der EU-Bürokratie als Verdachtsfall – schließlich ist die EL die einzige europäische Partei, der auch Mitgliedsparteien außerhalb der EU angehören. Dass diese Kooperation trotz drohender EU-Sanktionen aufrechterhalten wird, ist ein Akt praktischer Solidarität – an dieser Stelle sei etwa an die prekäre Lage linker Kräfte in Staaten wie der Türkei oder in Belarus erinnert. Angesichts des Wettbewerbsfetischismus, den Bestrebungen zur Militarisierung und des brutalen Grenzregimes ist EU-Skepsis berechtigt: Dieses Feld darf nicht den Rechtsextremen überlassen werden. In letzter Konsequenz geht es darum, Räume für die Perspektive auf eine andere Gesellschaft zu öffnen, ohne in Illusionen zu verfallen.

[Infobox: Nora Dornis und Daniel Schukovits vertreten die KPÖ im Vorstand der Europäischen Linken (EL)]

Weitere Infos und alle Dokumente des EL-Parteitags

[QR-Code zur Webseite des Kongresses]

https://www.european-left.org/8th-congress-brussels-2026

[Kasten:] Mitgliedsparteien

Esquerra Unida i AlternativaKatalonien, Spanien
Белорусская левая партия »Справедливый мир«Belarus
Izquierda Unida (IU)Spanien
Left UnityGroßbritannien
Partito Rifondazione Comunista (PRC)Italien
Belgische Arbeiterpartei (PVDA-PTB)Belgien
Partei der Arbeit der Schweiz (PdA)Schweiz
Néa Aristerá (NA)Griechenland
die Linke (PdL)Deutschland
LeviceTschechien
Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ)Österreich
LevicaSlowenien
Radnička FrontaKroatien
Magyarországi Munkáspárt 2006 – Európai BaloldalUngarn
Partidul Socialist Român (PSR)Rumänien
Parti Communiste Français (PCF)Frankreich
Българската левицаBulgarien
Gauche Républicaine et Socialiste (GRS)Frankreich
Партии коммунистов Республики Молдова/Partidul Comuniștilor din Republica Moldova (PCRM)Republik Moldau
déi lénkLuxemburg
SyrizaGriechenland
Communistes de Wallonie-BruxellesBelgien
Sol PartiTürkei
Partido Comunista de España (PCE)Spanien
Suomen Kommunistinen Puolue (SKP)Finnland
LevicaSlowenien

1945–2025: Die Volksstimme feiert ihr 80-jähriges Jubiläum

von Michael Graber*

Plakat der Volksstimme aus dem Jahr 1946. © Österreichische Nationalbibliothek

Am 5. August 1945 erschien die erste Ausgabe der „Österreichischen Volksstimme“ – gegründet als Zentralorgan der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ). Die neue Zeitung knüpfte bewusst nicht direkt an das Vorgängerblatt „Die Rote Fahne“ an, sondern setzte auf ein zugänglicheres, populäreres Konzept, das ein breiteres Publikum ansprechen sollte. Nach der Befreiung Österreichs durch die Rote Armee und der Bildung einer provisorischen Regierung, der auch die KPÖ angehörte, konnten die politischen Parteien in Ostösterreich – im Unterschied zu den westlichen Besatzungszonen – erstmals wieder eigene Presseorgane herausgeben.

In der Redaktion der Volksstimme versammelten sich erfahrene kommunistische Journalist:innen, ebenso wie bekannte Widerstandskämpfer:innen und zahlreiche neue Kräfte, die Krieg, Verfolgung, Lagerhaft und Exil überlebt hatten. Die Erinnerung an diese schwierigen Jahre bestimmte lange auch die Themenauswahl und die Haltung der Redaktion.

Der Start der Zeitung war mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. So verfügte die Volksstimme zunächst über keine eigene Druckerei und musste für die Herstellung einen Pachtvertrag mit der Steyrermühl abschließen, der nach zehn Jahren endete. Auflage und Umfang der Zeitung waren zu Beginn streng an die knappe Papierzuteilung der Besatzungsmächte gebunden, sodass einzelne Ausgaben zeitweise ausfielen oder in stark reduzierter Form erschienen. Der Vertrieb musste vollständig neu organisiert werden, teils auch unabhängig von der staatlichen Post; stattdessen schwärmten tausende Freiwillige und Aktivist:innen der KPÖ aus, um die Wochenendausgabe direkt zu den Abonnent:innen zu bringen.

Die Volksstimme entwickelte sich zu einem wichtigen Bollwerk gegen den Antikommunismus, der im Zuge des Kalten Krieges zur österreichischen Staatsdoktrin erhoben wurde. Auch wenn die oft unkritische Berichterstattung über die kommunistisch regierten Staaten Osteuropas der Zeitung mitunter Glaubwürdigkeitsdefizite einbrachte, blieb ihre Stimme im österreichischen Medienspektrum unverzichtbar.

Neben der intensiven innenpolitischen und gesellschaftlichen Berichterstattung widmete die Volksstimme traditionell einen besonderen Fokus jenen Ländern, die nach dem Zweiten Weltkrieg neue soziale und wirtschaftliche Wege einschlugen. Die Zeitung berichtete kontinuierlich über das politische, kulturelle und wirtschaftliche Geschehen in Ländern, die sich unterschiedlichen Formen gesellschaftlicher Transformation verschrieben hatten. Hierbei wurde insbesondere der Aufbau neuer gesellschaftlicher Strukturen, die Förderung internationaler Solidarität, aber auch die kritische Beobachtung von Entwicklungen und Reformprozessen jenseits des westlichen Modells dokumentiert und kommentiert. Im Zuge weltweiter Dekolonisationsprozesse richtete sich zudem ein verstärktes Interesse auf Prozesse gesellschaftlicher Emanzipation, sozialer Sicherung und Fortschritte im Bildungs- und Gesundheitswesen in bislang benachteiligten Regionen.

Eine weitere deutliche Stärke der Volksstimme bestand in ihrer Betriebsberichterstattung und in ihrem beständigen Einsatz für die Rechte der arbeitenden Bevölkerung und der Pensionist:innen. Mit der Konzentration des kommunistischen Pressewesens in den 1970er und 80er Jahren – die Presse der KPÖ musste sich stets im Wettbewerb mit den großen, kommerziellen Medien behaupten – übernahm die Volksstimme zunehmend auch die Berichterstattung aus den Bundesländern, nachdem zuvor eigene regionale Parteizeitungen diese Aufgabe übernommen hatten.

Gleichzeitig wurde in der Volksstimme der Kulturteil stets bewusst gepflegt und als lebendiges Forum gestaltet. Hier fanden sowohl etablierte als auch junge Autor:innen, Kulturschaffende und kritische Stimmen eine Plattform. Gesellschaftspolitische Aspekte der Kulturentwicklung wurden ebenso diskutiert wie aktuelle Strömungen in Kunst, Literatur und Theater. Die Volksstimme prägte so maßgeblich das linke Kulturverständnis in Österreich und leistete einen wichtigen Beitrag zur Förderung progressiver Kunst. Durch zahlreiche Reportagen, Rezensionen und Interviews half die Zeitung, Stimmen des Widerstands ebenso wie neue, vielfältige Ausdrucksformen und gesellschaftliche Debatten der Nachkriegszeit sichtbar zu machen.

Immer wieder führten finanzielle Engpässe, etwa durch einen langandauernden Inseratenboykott, zu erheblichen Schwierigkeiten. Nach dem Wegfall der Gewinne des herausgebenden Globusverlags musste die Volksstimme 1991 zunächst zur Wochenzeitung, später zum Monatsmagazin umgestellt werden. Das Konzept einer klassischen Parteizeitung wurde bereits in den 1980er Jahren aufgegeben.

Heute präsentiert sich die Volksstimme – dank der Treue ihrer Abonnent:innen – als unabhängiges, linkes Monatsmagazin, das seine freundschaftliche Nähe zur KPÖ offen bekennt, zugleich aber Raum für eine breite Autor:innenschaft bietet. Mittlerweile haben über 400 Autor:innen aus unterschiedlichen Generationen und politischen Zusammenhängen ehrenamtlich, also honorarfrei, zur Volksstimme beigetragen. Diese engagierte Basis und die langjährige Treue der Leser:innen bilden auch im 80. Jahr ihres Bestehens das stabile Fundament der Volksstimme.

*Der Autor Michael Graber war von 1982 bis 1990 Chefredakteur der Tageszeitung Volksstimme und gehört weiterhin der Redaktion des aktuellen Monatsmagazins an.